empatis-Jugendhilfe feiert den 6. Geburtstag

Liebe/r interessierte/r Leser*in,

die heutigen zwei Informationen sind eigentlich wunderschöne Nachrichten, auch wenn sie uneigentlich einen traurigen Hintergrund haben.

Geldspende fĂĽr Familie

Sammlung fĂĽr Familie

Im August gab es leider einen Todesfall, bei einer von uns betreuten Familie. Deren fünftes Kind war überraschend verstorben. Neben der Unterstützung der Familie in der Trauerarbeit, wie auch beim Meistern des Alltags haben wir als empatis® eine Geldsammlung initiiert, um die finanzielle Belastung durch diesen schrecklichen Verlust für die Familie etwas abzumildern. Dabei wurden wir von unserer Hausbank, der Volksbank Pirna eG, aktiv unterstützt, indem sie uns ein kostenloses Konto zur Verfügung stellte.

Wir sind dankbar fĂĽr die groĂźe Anteilnahme, das ausgesprochene MitgefĂĽhl und Beileid!
Mit großer Freude können wir mitteilen, dass bis jetzt insgesamt 2.745 € zusammengekommen sind, die wir der Familie für die Beerdigungskosten zur Verfügung stellen können!

Unser Dank gilt den vielen Spender*innen. Folgende Spender*innen dürfen hier namentlich genannt werden: Regenapotheke in Leipzig, Peter Wagner und Uwe Köhn, GUD.berlin, empatis® Jugendhilfe GmbH, Hilde Kunick, die Hebamme von D., WSR CINTINUS Steuerberatung, Steuerberaterin Katrin Schmidt, Wilfried Schäfer vom Semper Gymnasium, Florian Bessel, Susanne Altmann, Simone Schönwald, weitere Mitarbeiter*innen der empatis® Jugendhilfe GmbH und Andreas Schönwald!

Das Sozialamt Leipzig ist aufgrund der Zuständigkeit erster Ansprechpartner zur Kostenbegleichung. Wir werden dann für die Familie die Differenz begleichen. WENN dann noch Geld „übrig“ sein sollte, werden wir diesen Betrag an die beiden Vereine überweisen, um deren Arbeit etwas zu unterstützen.

6. Geburtstag von empatis-Jugendhilfe

empatis® hat Geburtstag

Die zweite positive Nachricht betrifft uns selbst.

Heute vor 6 Jahren, am 28.10.2015 wurde die empatis® Jugendhilfe GmbH gegründet.

Zeit, zurückzuschauen, Erfolge zu feiern, Herausforderungen zu reflektieren, über Lustiges zu lachen und vor allem für so vieles Danke zu sagen. Denn eines ist festzuhalten, aus anfangs zwei Mitarbeiter*innen sind mittlerweile 80 geworden, welche in 8 Projekten in Dresden und Leipzig arbeiten. Dies ist eigentlich eine schöne Nachricht, auch wenn diese positive Unternehmensentwicklung uneigentlich zeigt, dass der Bedarf an speziellen, flexiblen, individuellen und professionellen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe kontinuierlich steigt…

Aber zurück zum Geburtstagskind. Die empatis® Geschichte begann schon viel eher. Am 01. Oktober 2005 wurde das damals kleine Unternehmen empatis® gegründet. Die damalige Motivation bestand darin, individuelle, flexible und ausschließlich ambulante Hilfen anzubieten. Es war der hohe Anspruch von Andreas Schönwald, für alle Familiensysteme ein passendes Hilfesetting zu entwickeln, um die Eltern und die Kinder professionell, systemisch und empathisch zu begleiten und so zu unterstützen, dass sie keine weiteren Hilfen mehr benötigen…gemäß dem sozialpädagogischen Prinzip: Hilfe zur Selbsthilfe.

Wie schon vorhin erwähnt, es ist „Zeit zurückzuschauen. Dies ist schon längst überfällig, sodass wir den 6. Geburtstag der empatis® Jugendhilfe GmbH zum Anlass nehmen, um in zwei oder drei separaten Beiträgen durch die reichhaltige Geschichte des Unternehmens zu streifen und Erinnerungen einzusammeln.

Seien Sie gespannt…
Ihr Andreas Schönwald

Tierische Pädagogik für Kinder und Jugendliche

Tierische Pädagogik für Kinder und Jugendliche

Tiere sind ein elementarer konzeptioneller Bestandteil in der Williburg empatis® – Jugendhilfe. Wie in vielen anderen stationären Projekten lebten hier schon Hasen, aber seit einiger Zeit beherbergen wir aktuell vier Hühner der Rasse “Grausperber (Rasse der Deutscher Sperber)“. Eine von der Williburg betreute Jugendliche brachte diese von dem elterlichen Hof mit, da die Grausperber für sie eine emotionale Stütze darstellte.

Grausperber kurz vor Ausgang

Diesen, durch Tiere unterstützten, pädagogischen Ansatz erachten wir als absolut grundlegend für die Arbeit mit belasteten oder gar traumatisierten Kindern und Jugendlichen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner erleben die bedingungslose Zuwendung der Tiere und erfahren, welche beruhigende Wirkung von den 2- respektive 4-Beinern ausgeht.

Die Beschäftigung mit den aktuell vier Hühnern ist ein wiederkehrendes Ritual, welches sich über den ganzen Tag erstreckt. Es beginnt mit dem Einfangen der Hühner in ihrem Stall und das anschließende und wieder raustragen aus ihrem Stall. Danach werden die Hühner mit Wasser und Futter versorgt. Dann gibt es vielfältige Aufgaben in und um den Stall zu erledigen. So müssen unter anderem die gelegten Eier eingesammelt werden, um diese dann ganz frisch zubereiten und verköstigen zu können. Im Laufe des Tages muss immer wieder nach den Hühnern geschaut werden, um sicherzustellen, dass es ihnen gut geht und die neu gelegten Eier zu suchen und zu finden.
Bevor es dunkel wird, werden die HĂĽhner eingefangen und zurĂĽck in ihren Stall gebracht, welcher schon am Morgen fĂĽr die geflĂĽgelten Bewohnerinnen vorbereitet wurde.

Grausperber im Freigehege

Mit all diesen Aufgaben und Verpflichtungen lernen die Kinder und Jugendlichen Verantwortung fĂĽr Andere zu ĂĽbernehmen und zu erleben, dass sich Ihre Aufwendungen immateriell lohnen. Das ist fĂĽr diese jungen Menschen und in diesen Zeiten ein immens groĂźer Erfolg.